Armut, Gewalt und Bandenkriege prägen den Alltag in Haiti. Familien aus armen Verhältnissen haben es besonders schwer. Wird ihr Kind ernsthaft krank, wollen sie nur eines: Hilfe. Doch wie soll das gehen, wenn Ärzte kaum erreichbar sind und niemand die Behandlung bezahlen kann?

Das St. Damien Kinderspital ist eine rettende Insel für kranke Kinder. Hier werden sie behandelt, kostenlos – auch bei Krankheiten, bei denen sonst niemand im Land helfen kann. St. Damien ist für viele die einzige Anlaufstelle.

St. Damien Kinderspital – Hoffnung für kranke Kinder!

Knapp jedes zehnte Kind in Haiti stirbt vor seinem fünften Geburtstag. Viele schwer kranke oder stark unterernährte Kinder erhalten keinerlei medizinische Hilfe. Im St. Damien Kinderspital behandeln wir Kinder, denen sonst niemand hilft – und schenken ihnen eine Chance auf Heilung.

Die fünfjährige Alice drückt sich an ihre Mutter. Unterwegs nach Port-au- Prince, durch Gebiete, die von bewaffneten Banden kontrolliert werden. Aussteigen, warten, weiterfahren – und an jedem Checkpoint die bange Frage: «Werden wir ankommen?», erinnert sich Alices Mutter.


Vom Irrtum zum Verdacht

Noch vor wenigen Monaten geht Alice in Saint-Marc zur Schule, spielt und lacht. Dann kommt das Fieber und geht nicht mehr weg. Alice wird stiller, isst kaum noch, liegt nur noch erschöpft im Bett. Die Ärzte behandeln eine Infektion – ein folgenschwerer Irrtum. Dann der Verdacht: Es könnte Krebs sein. Für die Mutter gibt es nur noch einen Ort: das St. Damien Kinderspital.


Wettlauf gegen die Zeit

Als Alice ankommt, ist ihr Zustand kritisch. Unser ärztliches Fachpersonal bringt sie sofort auf die Intensivstation und stabilisiert ihren Zustand. Dann die Diagnose: Leukämie, Blutkrebs, bereits in fortgeschrittenem Stadium. Der Kampf um Alices Leben beginnt.


«Ohne St. Damien hätte ich mein Kind verloren. Diese Hilfe gibt uns Hoffnung zurück, wo sie verloren schien.»

Schritt für Schritt zurück ins Leben

Die Behandlung von Leukämie dauert 30 Monate. Neun Monate verbringt Alice im Spital. Die Therapie verursacht Übelkeit und Haarausfall. In dieser Zeit weicht ihre Mutter, eine Lehrerin, nicht von ihrer Seite: Sie gibt ihre Stelle als Lehrerin auf und unterrichtet Alice im Spitalzimmer weiter.

Heute geht es Alice besser. Ihre Haare wachsen nach, sie isst mit Appetit, sie lacht und lernt. Über den Berg ist sie noch nicht – rund zweieinhalb Jahre Behandlung liegen noch vor ihr. Aber Alice ist stark und sie hat eine gute Chance auf Heilung.

Ein Spital, das einzigartig ist

Das St. Damien Kinderspital liegt in Tabarre bei Port-au-Prince und geht auf die Vision von Padre William Wasson zurück, dem Gründer von NPH.

Seit Jahrzehnten werden dort Kinder aus den ärmsten Verhältnissen behandelt. St. Damien ist heute das führende Kinderspital Haitis. Zum Spital gehören rund 224 Betten, eine Notaufnahme, eine pädiatrische Intensivstation und eine Geburtsstation. Jedes Jahr führt das Spital über 47′000 medizinische Behandlungen durch.

Für Familien, die sich eine Behandlung nicht leisten können, ist sie kostenlos.

Eine Besonderheit macht das St. Damien Kinderspital einzigartig: seine Kinderonkologie. Für krebskranke Kinder aus ganz Haiti stehen hier elf Betten zur Verfügung – es ist die einzige Abteilung ihrer Art im ganzen Land.

«Die wahren Helden sind die Kinder. Sie ertragen Schmerz und Angst mit unglaublicher Stärke.»


Dr. Yvania Alfonso Carreras, Onkologin am St. Damien Kinderspital in Haiti

Warum kranke Kinder kaum Hilfe finden

Haiti ist das ärmste Land Amerikas und eines der Ärmsten der Welt. Das Gesundheitssystem ist überlastet und für arme Familien kaum erreichbar.

Bewaffnete Banden kontrollieren Strassen und ganze Viertel; schon der Weg in ein Spital kann zur Gefahr werden, und zeitweise fehlen Medikamente. Für krebskranke Kinder ist die Lage besonders schwierig: Ohne Diagnose und Behandlung haben sie kaum eine Überlebenschance.

So wirkt ihr Beitrag

Das St. Damien Kinderspital finanziert sich zu einem grossen Teil aus Spenden. Jeder Franken hilft, den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Mit 35 Franken sichern Sie
schwer kranken Kindern überlebenswichtige Medikamente.

Mit 60 Franken helfen Sie mit,
die lebensrettende Notfallversorgung
im St. Damien Kinderspital
aufrechtzuerhalten.

Mit 100 Franken schenken
Sie Kindern wie Alice
Hoffnung auf Heilung.