Das Gütesiegel der Zewo ist in der Schweiz ein bekanntes Qualitätslabel für gemeinnützige Organisationen. Dennoch trägt NPH Schweiz dieses Siegel nicht – aus strukturellen Gründen, die mit unserer Arbeitsweise, unseren Prioritäten und der Grösse unserer Organisation zusammenhängen.
Unsere Programme entstehen vor Ort – direkt dort, wo Hilfe gebraucht wird

Zewo vergibt ihre Zertifizierung unter anderem nur dann an internationale Organisationen, wenn der überwiegende Teil der in der Schweiz gesammelten Spenden in Projekte fliesst, die von der Schweiz aus geplant, umgesetzt und kontrolliert werden.
Darüber hinaus ist die Zertifizierung mit hohen Kosten verbunden: Erstzertifizierung, Rezertifizierung und jährliche Lizenzgebühren summieren sich schnell auf mehrere Tausend Franken pro Jahr. Für eine kleine Organisation wie NPH Schweiz stehen diese Kosten in keinem ausgewogenen Verhältnis zu den Budgets, die direkt den Kindern zugutekommen könnten.
Bei NPH ein anderer Ansatz
Bei NPH verfolgen wir bewusst einen anderen Ansatz: Unsere Programme werden direkt in den Projektländern entwickelt, verantwortet und umgesetzt, basierend auf den tatsächlichen Bedürfnissen der Kinder und Familien.
Ein grosser Teil unseres Personals besteht aus lokalen Fachkräften, die die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Gegebenheiten ihrer Gemeinschaften bestens kennen.

Dieser Ansatz ermöglicht es uns, schnell auf Herausforderungen zu reagieren, nachhaltige Lösungen zu entwickeln und die Wirkung unserer Arbeit unmittelbar dort zu entfalten, wo sie am dringendsten benötigt wird.
Kinderpatenschaften – das Herzstück unserer Arbeit

Kinderpatenschaften bilden das Herzstück unserer Arbeit. Während einige Richtlinien – wie jene der Zewo– Patenschaftsmodelle kritisch betrachten, weil sie den Eindruck erwecken könnten, dass nur ein einzelnes Kind unterstützt wird, ist unser Ansatz bewusst gemeinschaftsorientiert: Die Beiträge der Patinnen und Paten kommen immer allen Kindern im Programm zugute.
Dank der Patenschaften können wir Kindern Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung, Ernährung und sicherer Unterbringung ermöglichen und sie langfristig auf dem Weg in ein selbstständiges Leben begleiten – wobei auch Kinder ohne eigenen Paten von diesen Angeboten profitieren.
Kinderschutz und internationale Standards
Der Schutz der Kinder steht bei unserer Arbeit an erster Stelle. NPH arbeitet nach klaren Kinderschutzrichtlinien und internationalen Standards, um das Wohl und die Sicherheit der Kinder jederzeit zu gewährleisten. Unsere Programme werden kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt, damit sie den höchsten Anforderungen an Betreuung, Schutz und Förderung entsprechen.
Transparenz und unabhängige Kontrolle
NPH Schweiz unterliegt einer strengen gesetzlichen Aufsicht. Die Stiftung wird von der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht (ESA) überwacht. Diese stellt sicher, dass das Stiftungsvermögen korrekt verwaltet wird und dass alle gesetzlichen sowie statutarischen Vorschriften eingehalten werden. Unsere Finanzen werden zusätzlich von der renommierten Revisionsgesellschaft PricewaterhouseCoopers geprüft.
Wir gehen mit den Beiträgen unserer Spenderinnen und Spendern äusserst sorgfältig und verantwortungsvoll um. Alle Spendengelder werden gewissenhaft eingesetzt, und es liegt ein geprüfter Finanzbericht vor. Den Bericht der Revisionsstelle mit Bilanz und Erfolgsrechnung stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.
Effiziente Strukturen – maximale Wirkung
Durch ein kleines und engagiertes Team sind unsere Betriebskosten im Vergleich zu vielen anderen gemeinnützigen Organisationen sehr niedrig. Diese schlanke Struktur ermöglicht es uns, einen möglichst grossen Teil der Spenden direkt in unsere Programme für Kinder und Familien zu investieren und so eine noch grössere Wirkung zu erzielen.
Unser Ziel bleibt unverändert
Unser Fokus liegt darauf, Kindern und Jugendlichen eine echte Zukunftsperspektive zu ermöglichen. Auch ohne Zewo-Gütesiegel stehen bei unserer Arbeit Transparenz, Verantwortung und nachhaltige Wirkung im Mittelpunkt. Denn letztlich zählt vor allem eines: Dass Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird – bei den Kindern.